Barthel Homöopathie  Homöopathie Verlag  Verlag    Barthel
ShopInformationKontakt   Druckerfreundliche Version
 
 
 Home

 Shop

 Verlagsverzeichnis nach
  Autoren A-K


 Verlagsverzeichnis nach
  Autoren L-Z


 Diskussions-Forum
 für Ärzte


 Information

      für Laien

      für Fortgeschrittene

      Wie lernt man
             Homöopathie?


 Praxistips

 Downloads

 Links

 Newsletter Standard

 Kontakt

 
Am Shop anmelden  
 
Email-Adresse
Passwort
 
 
 

Wie lernt man Homöopathie?

(Ein kleiner Abriß der benötigten Bücher)

Die Anleitung eines erfahrenen homöopathischen Arztes ist die zweifelsohne beste Möglichkeit Homöopathie zu erlernen. Beim Selbststudium gliedert sich der Weg in drei Teile:

  1. Das Erlernen der Theorie
  2. Das Erlernen der Materia Medica
  3. Die Differentialdiagnose der Arzneimittel
1. Das Erlernen der Theorie

Häufig gilt das Einprägen der einzelnen Arzneimittelbilder als wesentlich interessanter als das Lesen der theoretischen Grundlagen. Theorie ist aber, genauso wie bei einem Führerschein z. B., wo man die Regeln des Straßenverkehrs kennen muß, bevor man fahren darf - oder wie beim Medizinstudium, bei dem auch zuerst Anatomie und Physiologie erlernt werden muß, tatsächlich die Grundlage auch in der Homöopathie und steht am Anfang jeden Lernens. Das "Organon original" von Samuel Hahnemann - die posthum erschienene 6. Auflage - bildet die Grundlage aller theoretischen Überlegungen. Hahnemann hat hier in fast 300 Paragraphen mit den dazugehörigen Anmerkungen die Grundsätze der Homöopathie dargestellt. Dieses Buch sollte man als erstes lesen. Als rasche Orientierungshilfe bzw. zur Wiederholung kann Hahnemanns Organon von Th. Raspe dienen.

Nach einem ersten Durchlesen des "Organon" könnten Sie auf den "Kurzlehrgang der Homöopathie" von E. Wright-Hubbard übergehen, um nun das eben Gelesene aus einer anderen Perspektive zu sehen. Dann sollten Sie zum zweiten Mal das "Organon" durcharbeiten und parallel dazu J. T. Kents "Prinzipien der Homöopathie".

Der nächste Schritt wäre das Erarbeiten der Miasmenlehre in S. Hahnemanns "Chronischen Krankheiten" im theoretischen Teil. Schließlich lohnt es sich erneut das "Organon" und Kents "Prinzipien der Homöopathie" durchzuarbeiten, um damit in der Grundlage der Homöopathie firm zu sein.

Zur Vertiefung der Miasmenlehre empfiehlt sich danach H. C. Allen: "Chronische Miasmen" zu lesen.

2. Das Erlernen der Materia Medica

Den zweiten Teil des Selbststudiums - den Materia Medica-Teil - können Sie von zwei Wegen aus beginnen. Der erstere Weg - der leichtere - könnte z. B. mit E.B. Nash "Leitsymptome" beginnen. Danach empfiehlt es sich J.A. Lathoud "Materia Medica" als systematische und übersichtlich Arzneimitteldarstellung zu lesen. Als nächstes sind J.T. Kent die "Arzneimittelbilder" zu empfehlen. Dieses Buch ist eine sog. Synthetische Materia Medica, insofern sie Prüfungssymptome wie auch klinisch verifizierte Symptome bei der Darstellung der Arzneimittelbilder verwendet. Um die Gefahr des Darüber-Hinweg-Lesens zu vermeiden, ist es sinnvoll, beim Studium jeder Materia Medica das jeweilige Symptom auch noch im Repertorium Generale zu suchen, um es später im Praxisgebrauch rasch zu finden.

Eine ganz neuartige Materia Medica stellt das Buch von H. Barthel: Charakteristika homöopathischer Arzneimittel" (Bd. 1 u. 2) dar. Das Studium der charakteristischen, eigentümlichen Symptome wird durch die systematische Darstellung der Arzneimittel nach dem Hierarchisationsschema erleichtert. Die "Charakteristika homöopathischer Arzneimittel" bringen nach einem ersten Teil mit den "Differenzierenden Hauptzügen" die "Auffallenden Symptome" eines jeweiligen Medikamentes entsprechend dem § 153 des "Organon". Man hat sich nach Durcharbeiten dieses Buches, in dem die 285 für die Praxis wichtigsten Medikamente enthalten sind, ein gutes Basiswissen angeeignet, aus dem heraus man sicher therapieren kann.

Als kurze übersichtliche Zusammenfassung der Arzneimittelbilder wird W. Boerickes "Homöopathisches Taschenbuch" gern benutzt, auch zum Nachschlagen seltener Mittel, welche man auch ganz ausführlich in der "Praktischen Materia Medica" von J.-H. Clarke findet, die zu empfehlen ist, wenn man sich auf eine einzige Materia Medica beschränken möchte.

Wie in einem Kurs didaktisch zusammengestellt finden Sie die Arzneimittelbilder im Farrington "Kompaktkurs", in welchem die Arzneimittel nach Verwandtschaftsgruppen geordnet sind und zum Wiederholen und Abfragen in Deweys "Homöopathie in Frage und Antwort" (Materia Medica- und Therapie-Teil). Mehr zur Wiederholung, denn zum Lernen kann man auch die Gegenüberstellung der verschiedenen Arzneimittel in Groß/Hering "Vergleichende Materia Medica" benutzen.

Eine unterhaltsame Materia Medica findet man in Gawlik/Buchmann "Homöopathie in der Weltliteratur". Als umfangreiches Nachschlagwerk ist nun auch Hering "Führende Leitsymptome" die erste Hälfte in deutscher Sprache erschienen.

Diese genannten Bücher gehören zur Grundausrüstung. Man könnte fragen, warum nicht nur eine Materia Medica, die ausreicht? Wie man aber ein Haus nicht nur von einer Seite aus betrachten darf, um es kennenzulernen, so muß man auch das einzelne Arzneimittelbild von den verschiedenen Darstellungen der jeweiligen Autoren her angehen, um es wirklich gut kennenzulernen und um die verschiedenen Symptome, die ein Medikament hervorrufen kann, vor Augen geführt zu bekommen.

Der zweite Weg - der etwas schwierigere - beginnt nach dem Motto "ad fontes - zu den Quellen" mit der "Reinen Arzneimittellehre" und den "Chronischen Krankheiten" (Gesamtausgabe) von S. Hahnemann. Diese beiden Werke enthalten die Prüfungssymptome, die Hahnemann und seine Mitarbeiter bei der jeweiligen Arzneimittelprüfung eines Medikamentes festgestellt haben. Auf sie kann man letzten Endes nicht verzichten, wenn man sauber und ordentlich Homöopathie betreiben möchte, da der Patient nicht immer nur sogenannte "key-notes" bringt, sondern auch Symptome, die nur in der Arzneimittelprüfung zu finden sind.

Dann gehören dazu auch C. Herings "Führende Leitsymptome" und "Amerikanische Arzneimittelprüfungen" sowie H.C. Allen "Nosoden". Nach diesen grundlegenden Werken kann man nach der ersten Methode in umgekehrter Reihenfolge fortfahren.

Am Schluss kommen mehr als Wiederholung und Festigung die kleineren Materia-Medica-Bücher des ersten Weges.

3. Das vergleichende Materia-Medica-Studium

ist der letzte Schritt beim Erlernen der Homöopathie. Dafür stehen zwei Gruppen von Büchern zur Verfügung:

1.               Die Repertorien und

2.               die Bücher, die nach Diagnosen, Indikationen oder Fachgebieten geordnet sind.

Repertorien sind in erster Linie Nachschlagewerke für den täglichen Gebrauch in der Praxis. Das praktikabelste ist das "Repertorium Generale", welches eine wesentliche Erweiterung des amerikanischen Kents in neuer deutscher Übersetzung ist. Als spezielles Repertorium für die Geistes- und Gemütssymptome, die Allgemeinsymptome sowie die Schlaf- und Sexualsymptome sei das "Synthetische Repertorium", herausgegeben von H. Barthel, genannt.

Als Kurz-Repertorium ist das "Repertorium der Charakteristika" von H. Barthel zu sehen.

Spezielle Repertorien wie das "Ischias-Repertorium" von F. Witzig, das "Repertorium zu Kent's New Remedies" von D. Till, "Migräne-Repertorium" von Radke/Eichler/Barthel oder das "Musik-Repertorium" von FWPH. Sohn sind in der Praxis bei der Differentialdiagnose sehr hilfreich.

Ebenfalls als Spezialrepertorium ist das Buch von J. Gallavardin zu betrachten: "Psyche und Homöopathie". Dieses Buch enthält neben verschiedenen Aufsätzen und Hinweisen auf die verschiedenen Medikamente in bezug auf ihre psychischen Wirkungen ein wesentliches Repertorium.

Von den Büchern, die nach klinischen Gesichtspunkten geordnet sind, die vom knappen "Prescriber" Clarkes bis zu ausführlichen Bänden wie Guernseys "Obstetrics" reichen, sollen hier einige erwähnt werden: Dewey: "Homöopathie in der täglichen Praxis", Jahr: "Geisteskrankheiten", Radke/Eichler/Barthel: "Kopfschmerz und Migräne", Berndt: "Gelebte Homöopathie", Yingling: "Handbuch der Geburtshilfe", Barthel: "Homöopathische Schätze von und mit Pierre Schmidt".

 

Dies hier war nur eine kleine Auswahl, denn es gibt eine große Zahl weiterer interessanter Bücher, die den hiesigen Rahmen sprengen würden.

Eine entscheidende Hilfe, die direkt für die Praxis umgesetzt werden kann, ist das "Deutsche Journal für Homöopathie", herausgegeben von M. Barthel. Es erscheint unregelmäßig viermal im Jahr mit einem durchschnittlichen Umfang von 80 bis 100 Seiten je Heft und behandelt in jedem Heft jeweils ein Medikament: verschiedene Materia Medica-Darstellungen, meist von nicht leicht zugänglichen Autoren; beleuchten das jeweilige Medikament von verschiedenen Seiten, und die vielfältige Kasuistik zeigt die Anwendungsmöglichkeiten bei den unterschiedlichsten Diagnosen. Ein Großteil der früheren Hefte ist noch lieferbar, so daß Neuabonnenten diese zum Abonnement-Preis beziehen können. Eine zusätzliche Möglichkeit ist die Bestellung der aller bisher erschienenen Hefte in elektronischer Form.

Eine Zeitschrift von bleibendem Wert

 
 
 
  Webtechnology by ICS Barthel & Barthel AG
Churer Str. 63
FL - 9485 Nendeln
Tel. 00423 - 370 19 19
Fax  00423 - 370 19 18
E-Mail:c.barthel@barthel.de